1994

Der Deutsche Musikinstrumentenpreis für das Walter Fagott 1994

An dem Wettbewerb des Bundesministeriums für Wirtschaft beteiligen sich in der Familie Holzblasinstrumente fünf deutsche Hersteller mit je einem Fagott.

Im Rahmen des Wettbewerbs mußten die Fagotte eine dreiteilige Prüfung in der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) durchlaufen. Zunächst wurden die Instrumente objektiv, d.h. ohne Spielereinfluß, untersucht.

Das Ergebnis der Computeranalyse mit Hilfe von Impedanz Messungen ging mit 35% in die Gesamtbewertung ein. Die anschließende Beurteilung der handwerklichen Verarbeitung durch einen Sachverständigen trug mit 20% zum Ergebnis bei. Besonders überzeugend für WALTER fiel der subjektive Test (45% Ergebnisanteil) mit fünf namhaften Musikern aus. In Einzelsitzungen bewerteten Prof. Klaus Thunemann, Thomas Starke, Uwe Grothaus, Carsten Wilkening und Thomas Held die klanglichen und spieltechnischen Eigenschaften. Diese Tests wurden in Einzelsitzungen im Studio der PTB durchgeführt. Zuerst konnte sich der Musiker so lange wie von ihm für notwendig erachtet auf einem Instrument einblasen und verschiedene Rohre- und S-Bogen-Kombinationen ausprobieren, wobei auch eigene S-Bögen benutzt werden durften. Nachdem die für das jeweilige Fagott optimale Kombination gefunden war, mussten vom Spieler Fragen zu Klang, Ausgeglichenheit, Ansprache, Intonation, Klangfülle und Dynamik, Spielbarkeit (Mechanik) usw. beantworte werde. Während dieser ganzen Zeit war der Raum stark abgedunkelt, d.h. es war nur das Notenpult mit dem unausgefüllten Fragebogen erkennbar, nicht aber das zu testende Instrument. Diese Maßnahme sollte eine Beeinflussung der Spieler durch das äußere Erscheinungsbild des Fagottes oder des Erkennen bestimmter Fabrikate und Instrumententypen verhindern.

Nach den Fragen zu den klanglichen und spieltechnischen Eigenschaften wurde das Raumlicht im Studio eingeschaltet. Es wurden dann die vom Hersteller angegebenen Besonderheiten des Instruments sowie der Verkaufspreis verlesen. In der letzten Frage wurden diese Besonderheiten sowie die Preiswürdigkeit, also das Preis-Leistungs-Verhältnis, beurteilt.

Bei diesen subjektiven Tests mit Fagottisten kam Ihr Instrument mit 64,12 von 100 Punkten mit großem Abstand zu den anderen auf den ersten Rang. Rang 1 in: Klangfarbe, Ausgeglichenheit, Ansprache, Intonation, Klangfülle und Dynamik, Spielbarkeit (Mechanik), äußere Erscheinung und Preiswürdigkeit. Die Zusammenfassung aller Einzelbewertungen erbrachte für das WALTER-Fagott 95,55 von 100 möglichen Punkten und somit mit Abstand den 1. Rang.

Der Erfolg beim Deutschen Musikinstrumentenpreis 1994 stimmt uns alle glücklich.

Die Bemerkungen der Musiker während des Tests sprechen für sich:

  • Sehr schöne Klangfarbe, ganz besonders in der Tiefe
  • Gute Ansprache, spielt sich unproblematisch
  • schmaler E-Deckel gefällt gut
  • ausgezeichneter Preis für ein Instrument dieser Qualität